Sitzplan Hochzeit mit 100 Gästen: die Rechnung
Tische für 100 Hochzeitsgäste bei 8 oder 10 Plätzen, wie der Saal die Rechnung ändert, wo der Brauttisch steht und was mit den Restplätzen geschieht.
Hundert Gäste sind zunächst eine Zahl. Bei einer Hochzeit werden daraus drei: die Plätze, die der Saal halten muss, die Tische, die bestellt werden müssen, und die Menschen, die am Ende tatsächlich dort sitzen, wo Sie sie hinsetzen. Die ersten beiden lassen sich ausrechnen. Der Raum kommt danach, weil er entscheidet, ob die Rechnung am Abend aufgeht.
Die Annahmen stehen einmal am Anfang, damit Sie sie ändern und neu durchrechnen können:
- 100 Gäste, ohne das Brautpaar.
- Ein Brauttisch mit acht Plätzen, das Brautpaar eingerechnet, wie in der Sitzordnung der Hochzeit beschrieben.
- Runde Tische mit 150 cm und 180 cm Durchmesser. Die Platzzahlen stammen aus Runder Tisch: Wie viele Personen passen daran?: 150 cm bieten 8 Gästen bequem Platz, 10 mit Nähe; 180 cm bieten 10 bequem, bis 12.
Erst 94 rechnen, nicht 100
Acht Plätze am Brauttisch, das Brautpaar eingerechnet, heißt: sechs Ihrer Gäste sitzen dort. Die runden Tische bekommen die übrigen 94. Genau dieser Schritt wird am häufigsten übersprungen. Man zählt die Tische für 100 Gäste, und am Ende fehlen dem letzten Tisch sechs Personen.
Schreiben Sie es als Subtraktion auf, bevor Sie etwas anderes tun: 100 Gäste minus 6 am Brauttisch ergibt 94 an den runden Tischen.
Acht pro Tisch: zwölf Tische
94 geteilt durch 8 ergibt 11,75. Ein Tisch lässt sich nicht zu drei Vierteln besetzen, also wird aufgerundet: zwölf Tische.
Zwölf Tische mit je acht Plätzen bieten 96 Plätze, zwei mehr als nötig. Diese zwei freien Stühle sind Ihre Reserve für den Gast, den Sie vergessen haben, und für die Begleitung, die niemand angekündigt hat. Ein Plan, in dem jeder Stuhl besetzt ist, kann darauf nicht reagieren.
Die genaue Aufteilung lautet: zehn Tische mit acht Gästen und zwei mit sieben. Das ergibt 80 plus 14, also 94.
Bei 150 cm würde ich acht Plätze wählen. An einem Tisch für acht kann man über den Tisch hinweg sprechen, ohne laut zu werden, und der Tisch wirkt wie eine Gruppe und nicht wie zwei.
Zur Fläche: Ein Tisch mit 150 cm und 1,50 m freiem Gang zum nächsten braucht ein Quadrat von 3,0 m × 3,0 m, also 9 m². Zwölf davon ergeben 108 m².
Zehn pro Tisch: zehn Tische und ein Kompromiss
94 geteilt durch 10 ergibt 9,4, also zehn Tische. Vier Tische mit je zehn und sechs mit neun Gästen ergeben genau 94: 4 × 10 plus 6 × 9. Es bleibt kein freier Platz und damit keine Reserve.
Zehn Gäste an einem Tisch setzen 180-cm-Tische voraus. Fragen Sie beim Veranstaltungsort nach, ob er die hat. Bei gleichem Gang braucht ein 180-cm-Tisch ein Quadrat von 3,3 m, also rund 10,9 m². Zehn davon kommen auf etwa 109 m². Das ist fast genau die Fläche der zwölf kleinen Tische.
Das ist das eigentlich Nützliche an dieser Rechnung: Der größere Tisch kostet keine zusätzliche Fläche, weil Sie weniger davon brauchen. Was er kostet, ist das Gespräch. Bei zehn Personen sitzt der Gast gegenüber fünf Plätze entfernt, und zum Hauptgang hat sich der Tisch meist in zwei Gespräche geteilt.
Wenn die Gäste miteinander reden sollen, würde ich zwölf Tische mit acht Plätzen nehmen. Zehn Plätze wählen Sie, wenn der Saal nichts anderes hat. Das ist eine Einschätzung, keine Regel.
Was mit dem Rest geschieht
94 geht weder durch 8 noch durch 10 auf, und genau der Rest sorgt für Streit. Drei vernünftige Wege:
- Zwölf Tische, zwei freie Stühle. Das ist der Normalfall. Verteilen Sie die beiden freien Stühle auf verschiedene Tische. Ein einzelner freier Platz an einem Tisch mit sieben wirkt wie Planung, und genau diese Reserve braucht der Plan.
- Elf Tische, sechs davon mit je neun Gästen. Das geht nur mit 180-cm-Tischen, weil dort neun gut sitzen. Es bleibt kein freier Stuhl, dafür kann ein Tisch mit neun einen zehnten Gast aufnehmen, ohne dass jemand aufsteht.
- Kein Tisch mit sechs Personen. Die naheliegende Abkürzung wären elf Achtertische und ein kleiner Tisch für die letzten sechs. Ein Sechsertisch zwischen Achtertischen wirkt wie der Tisch für die Gäste, die sonst niemand wollte, und genau an den erinnern sich die Gäste hinterher. Verteilen Sie die sechs lieber auf sechs Tische als Neuner oder planen Sie einen zwölften Tisch ein.
Der Brauttisch und wo er steht
In vielen deutschen Sälen ist der Brauttisch keine Runde, sondern eine lange Tafel an einer Seite. Dann zählen Sie Plätze und Länge statt Tische: Acht Plätze auf einer Seite brauchen bei 65 cm pro Person 5,20 m. Das Brautpaar sitzt dort häufig in der Mitte, die Eltern links und rechts davon, die Trauzeugen daneben.
Stellen Sie die Tafel an die Stirnseite gegenüber dem Eingang. Die Gäste sehen das Paar, wenn sie hereinkommen, und niemand muss sich für die Reden umdrehen. Die Trauzeugen halten ihre Reden oft vom Brauttisch aus, deshalb muss die Tafel den ganzen Saal im Blick haben. Hinter den Stühlen braucht es rund 1,50 m für Gäste und Service.
Die Band gehört nicht hinter die Stühle des Brautpaars, sondern in eine Ecke, die Lautsprecher zielen auf die Tanzfläche.
Gibt es am Nachmittag eine Kaffeetafel, planen Sie zwei Rechnungen. Am Nachmittag kommen oft mehr Gäste als zum Abendessen, weil manche nur zum Kaffee bleiben. Wird die Kaffeetafel an denselben Tischen gedeckt, reicht eine Planung. Findet sie in einem anderen Raum statt, rechnen Sie die Tische neu.
Der Saal entscheidet über das Raster
Die Rechnung oben ignoriert den Raum. Drei Regeln machen daraus einen Grundriss:
- Jeder Tisch braucht seinen Gang, 1,50 m zwischen den Tischkanten, wie unten erklärt.
- An jeder Wand braucht es etwa 1 m Laufweg.
- Jede Säule und jede Tür ist ein Tisch, den Sie nicht stellen können. Markieren Sie sie, bevor Sie den ersten Tisch setzen.
Für ein Raster gilt: Die Breite ist die Zahl der Tische nebeneinander mal 1,50 m Tischbreite, plus die Gänge dazwischen zu je 1,50 m, plus 2 m Laufweg an den beiden Wänden. Die Tiefe folgt derselben Regel. Für zwölf Tische mit 150 cm ergibt sich:
| Saal | Raster für 12 Tische | Nötiger Raum | Was bleibt |
|---|---|---|---|
| 8 m breit, lang | 2 nebeneinander, 6 hintereinander | 6,5 m × 18,5 m | Die hintere Reihe steht fast 19 m vom Lautsprecher am anderen Ende. Der Brauttisch braucht noch 3 m, also rund 22 m Länge insgesamt. |
| 12 m breit | 3 nebeneinander, 4 hintereinander | 9,5 m × 12,5 m | Platz für den Brauttisch am Ende, insgesamt rund 15,5 m. Neben dem Raster bleibt keine Tanzfläche. |
| 16 m im Quadrat | 4 nebeneinander, 3 hintereinander | 12,5 m × 9,5 m | Platz für den Brauttisch an der Wand gegenüber und eine Tanzfläche von rund 3,5 m Breite neben dem Raster. |
Die Tanzfläche für 100 Gäste ist ebenfalls eine Schätzung. Rund 30 m² reichen, wenn etwa vier von zehn Gästen gleichzeitig tanzen und jeder knapp 0,7 m² braucht.
Ein langer, schmaler Saal taugt für eine Reihe Tische. Das hintere Ende ist am weitesten vom Brautpaar und von der Musik entfernt. Planen Sie die hintere Reihe als die ruhigere ein.
Wer nah an der Musik sitzt
Hier sollte der Raum die Gästeliste übertrumpfen. Im Freien verliert Schall etwa 6 Dezibel bei jeder Verdopplung der Entfernung. An einem Tisch 12 Meter vom Lautsprecher kommen also rund 12 Dezibel weniger an als an einem auf 3 Metern, etwa ein Viertel des Schalldrucks. In einem Saal mit harten Wänden ist es lauter, als die Formel sagt. Lassen Sie den hintersten Tisch beim Soundcheck prüfen.
Danach sortieren Sie die Gäste grob:
- Näher an den Lautsprechern, aber nicht direkt daneben: die Freunde, die um zehn Uhr auf der Tanzfläche stehen, die jüngeren Cousins und Cousinen mit ihren Partnern, alle, die an einem stillen Tisch sofort gelangweilt wären.
- Mittlere Entfernung: Kollegen, Freunde aus verschiedenen Lebensabschnitten und Gäste, die Sie aus Pflicht eingeladen haben. Sie sind mit einem ordentlichen Tisch abseits des Brauttischs zufrieden.
- Am weitesten weg: Großeltern und ältere Gäste, Gäste mit Hörgerät, alle, die weit gereist sind und sich unterhalten wollen, und der Kindertisch. Kinder sitzen in Sichtweite der Eltern, aber nicht direkt am Bass.
Das ist eine Frage der Bequemlichkeit, nicht des Rangs. Ein Tisch in der Nähe der Lautsprecher ist kein besserer Tisch.
Der Gang für den Service
Lassen Sie 1,50 m zwischen den Tischkanten. Die Rechnung dahinter:
- Ein Gast zieht den Stuhl etwa 0,50 m zurück.
- Eine Servicekraft mit Tellern braucht etwa 0,90 m freien Durchgang hinter einem sitzenden Gast.
- Zusammen ergibt das 1,40 m, also 1,50 m mit etwas Luft.
Bei 1,20 m bleiben der Servicekraft, sobald ein Stuhl zurückgezogen ist, nur etwa 0,70 m, zu wenig für ein beladenes Tablett ohne Anstoßen. Die 1,20 m sind der Mindestwert für einen Saal mit wenig Service, etwa bei einem Buffet ohne Menü am Platz.
Ziehen die Gäste auf beiden Seiten gleichzeitig die Stühle zurück, etwa beim Anstoßen, wenn alle aufstehen, braucht es rund 1,90 m. Das schaffen Sie nicht überall. Legen Sie die Servicewege deshalb an die Wände und außen um die Tische herum, nicht durch die Mittelgassen, und gehen Sie den Weg mit dem Caterer auf dem Grundriss durch.
Vor dem Druck prüfen
- Gäste an den runden Tischen: 94, also 100 minus die sechs am Brauttisch.
- Tische: zwölf mit 150 cm oder zehn mit 180 cm oder elf mit 180 cm, davon sechs mit je neun.
- Freie Stühle: zwei, auf verschiedenen Tischen, bei zwölf Tischen.
- Abstand zwischen den Tischkanten: 1,50 m, und der Serviceweg ist abgegangen.
- Brauttisch: acht Plätze inklusive Brautpaar, an der Stirnseite gegenüber dem Eingang.
- Tanzfläche: rund 30 m², wenn der Saal es hergibt, und frei von der Rückseite des Brauttischs.
In SeatSort bleibt die Regel „Getrennt setzen“ über alle Umbauten erhalten. Zwei Gäste, die nicht am selben Tisch sitzen dürfen, bleiben getrennt, auch wenn Sie einen dritten verschieben. Wenn der Plan an den Saal geht, druckt „PDF nach Tisch“ jedem Tisch eine eigene Seite.